
Die Torjägerkanone war in einer schwarzen Sporttasche versteckt. Der Kollege des „kicker“ brachte das begehrte Stück bereits am Freitagmittag zur Pressekonferenz mit in den Ronhof, wo sie bis Sonntag, 17.30 Uhr, an einem sicheren Ort verwahrt wurde. Ein aufregendes Fußballspiel und ein weiteres Tor von Noel Futkeu später war die Zeit gekommen, die Tasche aus dem Versteck zu holen. Doch rund um dieses 3:0 gegen Düsseldorf ging eine wunderbare Nachricht beinahe unter.
Auf dem Rasen überreichte Thomas Müller vom „kicker“, nicht verwandt mit dem anderen Thomas Müller, dem überragenden Spieler dieser oft wenig überragenden Fürther Saison die Torjägerkanone. Noel Futkeu hat 19 Tore fürs Kleeblatt geschossen und damit mehr als alle anderen Angreifer der Konkurrenz. Auch deshalb hat Eintracht Frankfurt die „Rückkaufoption“ gezogen und den besten Stürmer der zweiten Liga vorzeitig zurückgeholt. Womöglich, um ihn mit Gewinn weiterzuverkaufen.
Christian Eigler schoss einst 18 Tore für die SpVgg Greuther Fürth
Noel Futkeu wird nicht nur wegen seiner Tore in Erinnerung bleiben, sondern auch als sehr angenehmer Mensch, der den Reporter schon bei seinem ersten Interview überzeugte - und auch als Musterprofi, der selbst nach dem feststehenden Abgang noch alles dafür tat, den Abstieg abzuwenden. Futkeu wird aber auch als Torschützenkönig des Kleeblatts in Erinnerung bleiben - von denen es in all den Jahren gar nicht so viele gab.
Olivier Occean hatte mit 17 Toren in der Saison 2011/12 großen Anteil am Aufstieg, musste sich die Torjägerkanone damals aber mit Nick Proschwitz vom SC Paderborn teilen. Der letzte Fürther Torschützenkönig war einer, den man fast schon als Kleeblatt-Spieler vergessen hat: Christian Eigler traf in der Saison 2005/06 sogar 18-mal.


2 Kommentare
KleeblattBeobachter
Der Edi war der beste Mittelstürmer den die SpVgg jemals hatte, kein großer Techniker aber wahnsinnig effektiv. Er wird mir viel zu oft vergessen. Eine Urgewalt vor dem Tor mit einem Granaten-Schuss!
20.05.2026 07:59 Uhr