Nürnberg - Am Samstag, 16. Mai 2026, steht das große Finale des Eurovision Song Contest an. Vergangenes Jahr hatte der Wettbewerb in Deutschland für einigen Aufruhr gesorgt: Im Mittelpunkt standen die fränkische Band Feuerschwanz und Stefan Raab. Ein Rückblick.
16.05.2026 09:55 Uhr

In diesem Artikel:

Die Nürnberg-Erlanger Band Feuerschwanz war 2025 einer der 24 Acts, die um den Platz im ESC-Finale am 17. Mai 2025 in Basel kämpften. Sie trat beim deutschen Vorentscheid an, den Stefan Raab zur „Chefsache“ erklärt hatte.

Die Folk-Metal-Combo kündigte an, ein ordentliches Spektakel auf die Bühne zu bringen. Vorab sprachen wir damals mit Geigerin Johanna.

Vier „Chefsache“-Shows waren angesetzt. Feuerschwanz, seit 20 Jahren im Geschäft, lieferten sauber ab in der ersten Runde und schafften es locker ins Halbfinale des von Stefan Raab erdachten Formats.

Kurz vor dem deutschen ESC-Finale sorgte dann eine Regeländerung für Ärger: Plötzlich sollte doch nicht, wie vorher angekündigt, alleine das Publikum entscheiden, wer für die Bundesrepublik an den Start gehen wird. Bei den Fans der fränkischen Band Feuerschwanz stößt das auf Argwohn.

Dass Stefan Raab zum Ärger vieler Fans vor das Publikumsvoting noch einen Juryentscheid gesetzt hatte, nahmen die Mitglieder von Feuerschwanz sportlich. „Raab mag uns“, gaben sie sich vor dem Finale des deutschen Vorentscheids optimistisch.

Der Finalsong von Feuerschwanz, eine druckvolle Nummer namens „Knightclub“, wurde übrigens in der Fränkischen Schweiz produziert - von Simon Michael, Produzent und Schlagzeuger der Rockband „Subway to Sally“. Wir statteten ihm damals einen Besuch ab.

Das Finale haben wir uns dann natürlich sehr genau angeschaut - und mit einem Live-Ticker begleitet. Am Ende reichte es leider nicht für Feuerschwanz und ihren Ohrwurm „Knightclub“. Stattdessen löste das Geschwister-Duo „Abor & Tynna“ das Ticket in die Schweiz.

Nach der Entscheidung, dass Feuerschwanz nicht zum ESC-Finale geschickt werden, waren viele enttäuscht: Von Schiebung sprachen die empörten Fans, in den Sozialen Medien war vom „größten Beschiss ever“ die Rede. Unsere Autorin ordnete das Ganze ein.

Nach dem Aus und vor dem ESC-Finale im Mai 2025 in Basel sprachen wir noch einmal mit Feuerschwanz. Wie hat die Band die Wochen nach der Entscheidung verbracht? Und was trauen die Franken den Kollegen „Abor & Tynna“ zu?

Im Oktober 2025 spielten Feuerschwanz dann in der Stadthalle in Fürth und damit erstmals seit dem ESC-Vorentscheid live in der Region. Wie gut war der „Knightclub“? Und hatte Stefan Raab recht? Fragen, die unser Autor nach dem Konzert beantwortete.