Neumarkt - Ein dichter Grünstreifen wird zum Risiko: An der Pelchenhofener Straße in Neumarkt führt er offenbar zu einem Unfall, bei dem ein Radfahrer schwere Kopfverletzungen erlitt. Vor Gericht endet der Fall mit einem Freispruch.
von Hans-Christian Biersack
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Der Freispruch nach dem schweren Unfall an der Pelchenhofener Straße mag juristisch korrekt sein, verdeckt aber das Kernproblem: unsere mangelhafte, lebensgefährliche Infrastruktur. Dass ein ungeschnittener Grünstreifen für einen solchen Zusammenstoß ausreicht, ist kein unvermeidbares Schicksal, sondern stadtplanerisches Versagen.
Wieder einmal zeigt sich in Neumarkt, dass ungeschützte Verkehrsteilnehmer den Preis für eine autozentrierte Verkehrsführung zahlen. Radwege verschwinden an Einmündungen viel zu oft hinter Sichthindernissen. Dies spiegelt die ständige Benachteiligung und Gefährdung des Radverkehrs zugunsten des fließenden Autoverkehrs wider.
Ein Unfall gilt vor Gericht oft nur deshalb als „unvermeidbar“, weil die schlechte Infrastruktur Fehler geradezu erzwingt. Echte, sichere Radinfrastruktur erfordert freie Sichtachsen. Solange Radfahrer in der Planung systematisch ausgebremst werden, bleiben solche schweren Unfälle kein Zufall, sondern die logische Konsequenz.
17.05.2026 09:13 Uhr