
Die Horst Brandstätter Group mit ihren Sparten Playmobil, Lechuza-Pflanzgefäße und dem Playmobil-FunPark hat im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von 409 Millionen Euro erzielt. Das sind deutlich weniger als im Vorjahr (449 Millionen Euro), der Umsatzrückgang habe sich im Vergleich zu den Vorjahren aber deutlich abgeschwächt, teilt das Zirndorfer Unternehmen mit.
„Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung wurden umfassende strukturelle Anpassungen mit hohen Investitionen umgesetzt und in Kauf genommen, dass das Ergebnis vorübergehend negativ bleibt“, schreibt die Gruppe zur Begründung. Zur Höhe der Verluste macht der Playmobil-Hersteller wie bisher keine Angaben. Konsequent sei in Transformation, Produktinnovationen sowie die Weiterentwicklung zentraler Geschäftsbereiche investiert worden. Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten inzwischen positive Effekte. Ziel sei „mittel- bis langfristig wieder profitables Wachstum“.
Derzeit erhöhten die Energie- und Infrastrukturkosten in Deutschland und Teilen Europas zusätzlich den Kostendruck und spiegelten sich auch in der Geschäftsentwicklung der Horst Brandstätter Group wider. Zur weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit würden „zusätzliche Effizienzpotenziale“ laufend analysiert und realisiert.
Im Playmobil-Werk in Dietenhofen gehen bald die Lichter aus
Zuletzt hatte Playmobil auch vor harten Einschnitten für die Mitarbeitenden nicht zurückgeschreckt: Ende Juni gehen die Lichter im Werk in Dietenhofen im Kreis Ansbach aus. Betroffen sind 350 Beschäftigte. „Der Sozialplan umfasst unter anderem Abfindungsregelungen, die Einrichtung einer Transfergesellschaft sowie Angebote zur Qualifizierung, Weiterbildung und beruflicher Neuorientierung“, teilte die Unternehmensgruppe im April nach der Einigung mit dem Betriebsrat mit. Ab Juli werden die Plastikfiguren dann auf Malta und in Tschechien produziert. Grund dafür seien die gestiegenen Produktionskosten hierzulande und die wirtschaftliche Gesamtsituation der Horst Brandstätter Group.
Derzeit fokussiere sich Playmobil darauf, die Marke zu stärken und gleichzeitig neue Zielgruppen zu erschließen. Dabei helfen sollen Kooperationen mit anderen Marken. Unter anderem baut Playmobil mit einer neuen Figurenserie rund um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft 2026 das Lizenzgeschäft weiter aus. Die ersten Abverkaufszahlen seien vielversprechend.
Playmobil-Figuren vom DFB-Team und den Bundesliga-Clubs
Im September soll erstmals eine Bundesliga-Figurenserie aller Clubs zum Sammeln folgen. Darüber hinaus wurden Partnerschaften mit Mattel (Barbie, Monster High) sowie mit der WWE (World Wrestling Entertainment) geschlossen, die auch internationales Publikum ansprechen sollen.
Als Meilenstein nennt die Brandstätter-Gruppe zudem die für Herbst geplante Einführung von Playmobil hi!, das für den deutschen Spielzeugpreis nominiert wurde: Über einen interaktiven Rucksack für die Figuren erleben Kinder Geschichten, Sounds, Rätsel und erhalten Spielimpulse. Playmobil hi! soll die vertraute Playmobil-Welt mit interaktiven Audio-Erlebnissen verbinden – ohne Bildschirm. „Die intensive Entwicklungsarbeit der vergangenen Jahre zahlt sich zunehmend aus“, sagt Bahri Kurter, Vorstand der Business Unit Playmobil, laut Mitteilung. „Wir sehen, dass unsere neuen Produkte und Kooperationen im Markt auf großes Interesse stoßen und unsere Markenpräsenz stärken.“
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