
Spätestens seit Sonntagnachmittag muss man sich als Mensch, der seit Jahrzehnten zum Kleeblatt geht, der diesen Verein seit vielen Jahren auch journalistisch begleitet, damit anfreunden, dass es bald nicht mehr ins Berliner Olympiastadion oder andere große Arenen des deutschen Fußballs geht. Dass die Spielvereinigung bald in einer Liga spielt, in der es einige andere gefallene Traditionsvereine gibt, die nach Jahren des Niedergangs aber derzeit wieder gute Zeiten erleben.
Alemannia Aachen, geführt von den Ex-Fürthern Rachid Azzouzi und Sergio Pinto, hat eine Rückrunde im Rausch gespielt, der MSV Duisburg, Rot-Weiss Essen und Energie Cottbus können am Wochenende in die zweite Liga aufsteigen - oder in der Relegation gegen Düsseldorf, Bielefeld, Braunschweig oder doch das Kleeblatt, wenn der Fußballgott Lust auf Wunder hat.
SpVgg Greuther Fürth muss bald vielleicht nach Großaspach reisen
Läuft alles normal, tritt die Spielvereinigung in der kommenden Saison aber in der dritten Liga an. Dienstreisen führen einen dann auch ins Dietmar-Hopp-Stadion, wo Hoffenheim II spielt - und sogar zweimal nach Großaspach. In die kleine Gemeinde im Rems-Murr-Kreis, wo im „Sportpark Fautenhau“ die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart, aber auch die SG Sonnenhof Großaspach spielt, die gerade erst wieder aus der Regionalliga aufgestiegen ist.
Als Geschenk gab es einen eigenen Song von Andrea Berg, der Partnerin von Mäzen Ulrich Ferber. Bald wird man mit dem Kleeblatt also nicht mehr auf den großen Bühnen des Fußballs unterwegs sein, sondern in der württembergischen Provinz, wo aus den Boxen die „Schlagerkönigin“ erklingt. „Ja, ich will, mit dem Dorfklub durch ganz Deutschland reisen. Ja, ich will, dritte Liga wie in alten Zeiten.“ Okay, Andrea: Ich will es nicht.


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