Neumarkt - Bei der Bürgerversammlung in Wolfstein stand die Pelchenhofener Straße im Fokus. Bürger kritisierten gefährliche Einmündungen, schlechte Sichtverhältnisse und zu hohe Geschwindigkeiten, besonders nachts. Auch die Wanderzirkusse sorgen für Ärger.
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MCB
Profit statt Kinderschutz:
Dass in der Pelchenhofener Straße in Wolfstein gerast wird, ist bekannt. Die Reaktion der Stadt auf die Sorgen der Anwohner ist jedoch ein Armutszeugnis: Einem Tempo-30-Limit vor der Schule erteilte der OB eine klare Absage.
Die Begründung ist zynisch: Man blitze dort bereits und nehme „sogar Geld ein“. Die Stadt weiß also um die Raser, nutzt die Gefahrenzone aber als kommunale Melkkuh, statt sie zu entschärfen. Kindersicherheit wird gegen Einnahmen aufgewogen.
Als Lösung einen „Tempo-Smiley“ anzubieten, ist reine Symbolpolitik. Ein Smiley bremst niemanden und verkürzt keinen Bremsweg. Auch Piktogramme ersetzen keinen Verkehrsspiegel an toten Winkeln.
Tempo 30 vor Schulen ist das absolute Minimum an Daseinsvorsorge. Dass Bürger darum bitten müssen und mit Verweisen auf Blitzer-Einnahmen abgespeist werden, ist fahrlässig. Die Stadt muss umdenken: Kinderschutz darf weder dem Verkehrsfluss noch dem Stadtsäckel untergeordnet werden!
08.05.2026 19:48 Uhr