Nürnberg - Kurioser Fall aus Nürnberg-Langwasser. Ein Trickbetrüger bittet einen Anwohner um 50 Euro für den Schlüsseldienst – und klingelt ausgerechnet bei einem Polizisten. Die Geschichte nahm ein schnelles Ende.
05.05.2026 14:27 Uhr

Dreist, aber erfolglos: Ein 44-Jähriger hat am Montagnachmittag (4. Mai) in Nürnberg-Langwasser versucht, sich mit einer mittlerweile bekannten Masche Bargeld zu erschleichen. Aus seiner Sicht: Er hätte sich sein „Opfer“ nicht schlechter aussuchen können.

Gegen 15.15 Uhr stand der Mann vor einer Haustür in der Josef-Simon-Straße im Nürnberger Stadtteil Langwasser-Nord. Seine Geschichte: Er sei der neue Nachbar, habe sich dummerweise ausgesperrt und benötige nun dringend 50 Euro für den Schlüsseldienst. An seine Geldbörse komme er schließlich nicht – die sei ja auch in der Wohnung.

Als der „Nachbar“ mit seiner Geschichte fertig war, stellte sich der Bewohner vor

Der Bewohner hörte sich das alles an und stellte sich dann ebenfalls vor: als Polizeibeamter. Das missfiel dem „Ausgesperrten“ – er machte sich grußlos aus dem Staub. Weit kam er jedoch nicht: Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd, gleich verständigt, nahmen den 44-Jährigen wenig später fest.

Gegen diesen Mann wird nun wegen versuchten Betrugs ermittelt. Die Kriminalpolizei Nürnberg hat den Fall übernommen. Nicht immer können Betrüger so schnell geschnappt werden – und nicht immer sind ihre Opfer so aufmerksam und informiert. Die Polizei nimmt den Fall daher zum Anlass, erneut vor der Masche zu warnen.

Unbekannten sollte grundsätzlich kein Bargeld übergeben werden – auch dann nicht, wenn sie sich als Nachbarn ausgeben. Besser: selbst Hilfe organisieren. Im Zweifel die 110 wählen.