Bad Windsheim - Bei schönem Wetter und Sonnenschein steigen mehr Menschen aufs Fahrrad. Doch leider kommt es immer wieder zu Diebstahl. Wie lassen sich E-Bikes, Mountainbikes oder andere Fahrrädern denn wirklich effektiv schützen?
11.05.2026 10:50 Uhr

Die Fahrradsaison hat begonnen. Doch Fahrspaß und Freude an der Bewegung sind schnell vorbei, wenn das Rad plötzlich weg ist. Gerade hochwertige E-Bikes und Fahrräder sind bei Dieben sehr beliebt. Allein im Jahr 2024 wurden rund 246.000 Fahrraddiebstähle polizeilich erfasst, bei gleichzeitig hoher Dunkelziffer. Für die Expertinnen und Experten der Polizei steht fest: Schon einfache Maßnahmen können helfen, das Rad vor Diebstahl zu schützen.

„Wichtig für die beginnende Radsaison ist nicht nur ein straßentaugliches Rad, sondern auch der richtige Diebstahlschutz“, heißt es von der Polizeilichen Beratungsstelle. Der erste Tipp: Abgestellte Räder mit guten und richtig angelegten Schlössern sichern und sie individuell kennzeichnen beziehungsweise sie bei der Polizei registrieren lassen.

Aber wie können E-Bikes, Pedelecs und andere Räder möglichst effektiv vor Dieben geschützt werden? Die Polizei-Fachleute raten dabei zu massiven Bügel-, Stahlketten- oder Panzerkabelschlösser mit geprüfter Qualität. „Sie sollten groß genug sein, um das Fahrrad an einem festen Gegenstand, wie etwa einem Fahrradständer, anzuschließen“, heißt es von der Polizeilichen Beratungsstelle. Nur das Vorder- und Hinterrad blockieren reiche als Schutz nicht aus, „da die Räder mühelos weggetragen oder verladen werden können“.

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Fahrräder können bei der Polizei kostenlos registriert werden. © www-polizei-beratung.de

Gerade bei Elektrorädern wie Pedelecs und E-Bikes sei es wichtig, „den Akku sowie andere wertvolle Zubehörteile mit einem guten Schloss zu sichern, da die rädereigenen Schlösser in der Regel nicht ausreichend schützen“. Die Experten raten, die Räder auch in Kellern oder Garagen abzuschließen.

Eine andere Möglichkeit sei ein versteckter Sender am Rad. Mit einem solchen sogenannten GPS-Tracker. Dieser schickt einen Alarm ans Mobiltelefon, wenn das abgestellte Fahrrad bewegt wird. Zudem wird der Standort des Rades ständig übermittelt.

Zu diesen Möglichkeiten rät auch Thomas Schreiner, Presseprecher des im mittelfränkischen Bad Windsheim ansässigen Auto- und Reiseclubs Deutschland, kurz ARCD. Am Hauptsitz des Mobilitätsclubs findet am Samstag, 2. Mai 2026, ein Aktionstag rund um Fahrradsicherheit und Diebstahlprävention statt, bei dem auch die Polizei Bad Windsheim mit im Boot ist. „Sicher in den Fahrradsommer“ heißt es von 14 bis 17 Uhr an der ARCD-Clubzentrale in der Oberntiefer Straße 20 in Windsheim.

Fahrrad gegen Diebstahl schützen: Lassen Sie ihr Rad bei der Polizei registrieren

Ein zentraler Programmpunkt ist die kostenlose Fahrradregistrierung durch die Polizei Bad Windsheim, erklärt Schreiner. „Sie ermöglicht es, Fahrräder eindeutig zu identifizieren und im Falle eines Diebstahls schneller zuzuordnen – ein wichtiger Baustein für optimierten Schutz, da registrierte Räder deutlich bessere Chancen haben, wiedergefunden zu werden.“

Das sieht auch Bad Windsheims Polizeichef Heiko Dürr so. Wenn die Polizei Fahrräder findet oder besitzerlose Räder bei der Polizei gemeldet werden, geht die Suche nach den rechtmäßigen Besitzern los. Ein Rad muss dabei zweifelsfrei identifizierbar sein, zum Beispiel mit Hilfe einer individuellen Rahmennummer oder einer anderen individuellen Kennzeichnung, damit es ausgehändigt werden kann. „Eine Rahmennummer ist bei vielen in Deutschland verkauften Fahrrädern bereits eingeschlagen, eingraviert oder anderweitig fest mit dem Rahmen verbunden“, heißt es von der Polizeilichen Beratungsstelle. Möglich sei es auch, das Rad codieren zu lassen. Mit Hilfe dieser Kennung könne die Polizei die Wohnanschrift des Eigentümers oder der Eigentümerin herausfinden.

Auch ein sogenannter Fahrradpass kann helfen. Dort sind Codier- oder Rahmennummer, Rahmengröße, Versicherung, Hersteller, Modell, Radtyp, Foto und auch der Eigentumsnachweis enthalten. Viele Händler stellen einen solchen aus - die Polizei rät, schon beim Kauf danach zu fragen.

Ohne Verletzungen durch die Saison: Tipps zum sicheren Fahrradfahren

Bei dem Aktionstag in Bad Windsheim gibt es nicht nur Tipps zum Diebstahlschutz, sondern auch einen Fahrradsicherheitsparcours. Wie Thomas Schreiner erklärt, können Radlerinnen und Radler dort ihr eigenes Fahrverhalten praxisnah testen können. Experten geben zudem wertvolle Tipps für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.