
Der DGB Erlangen ruft zur Teilnahme an der Veranstaltung am Freitag, 1. Mai, in Erlangen auf, teilt er mit. Die Demonstration beginnt um 10 Uhr auf dem Neustädter Kirchenplatz. Die Kundgebung findet um 11 Uhr im Anschluss an den Demonstrationszug ebenfalls am Neustädter Kirchenplatz statt. Als Hauptrednerin spricht Martina Borgendale, Vorsitzende der GEW Bayern. In ganz Mittelfranken gehen Gewerkschafterinnen, Beschäftigte und Bürgerinnen auf die Straße, um für gute Arbeit, soziale Sicherheit und eine starke Demokratie einzutreten.
Das Motto lautet „Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“. Petra Rothe, Vorsitzende des DGB Erlangen, erklärte: „Die wirtschaftliche Lage ist angespannt. Viele Beschäftigte blicken mit Sorge auf ihre Zukunft. Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert und gleichzeitig steigen die Anforderungen im Job. Wir stellen klar: Die Beschäftigten tragen nicht die Verantwortung für wirtschaftliche Fehlentwicklungen – sie sind es, die jeden Tag den Laden am Laufen halten.“
DGB Mittelfranken warnt vor Abbau der Acht-Stunden-Regelung und Flexibilisierung der Arbeitszeit
Stephan Doll, Regionsgeschäftsführer des DGB Mittelfranken, sagte: „Wir erleben derzeit massive Angriffe auf soziale Errungenschaften, die über Jahrzehnte erkämpft wurden. Ob Arbeitszeit, Rente oder Tarifbindung – überall soll zurückgedreht werden. Das werden wir nicht hinnehmen. Gute Politik braucht den Druck der Straße – und genau dafür steht der 1. Mai.“ Der DGB kritisiert die Debatte um eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit.
Hinter wohlklingenden Begriffen verbergen sich häufig längere Arbeitszeiten, mehr Druck und weniger Planbarkeit für die Beschäftigten. Der Acht-Stunden-Tag sei eine zentrale Schutzfunktion für Gesundheit, Familie und gesellschaftliches Leben und dürfe nicht aufgeweicht werden. Der 1. Mai ist für den DGB weit mehr als ein traditioneller Feiertag. Er ist ein Tag des Zusammenhalts, der Solidarität und des gemeinsamen Eintretens für eine gerechte Gesellschaft.
Gewerkschaftsbund sieht Tag der Arbeit als wichtiges Signal in unsicheren Zeiten
In Zeiten wachsender sozialer Unsicherheit und politischer Spannungen komme diesem Tag eine besondere Bedeutung zu, teilt der Gewerkschaftsbund mit.
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