Nürnberg - Am Feiertag geht‘s los: Mit der Eröffnung des Westbads am 1. Mai beginnt die Freibadsaison in Nürnberg. Das Stadionbad und das Naturgartenbad starten zwei Wochen später. Ob alle den ganzen Sommer offen bleiben, ist fraglich.
23.04.2026 16:10 Uhr

Am Tag der Eröffnung ist er einfach nur ein Badegast. Wenn am 1. Mai im Westbad die Freibadsaison in Nürnberg beginnt, endet Christian Vogels Amtszeit als Bäder-Chef der Stadt Nürnberg. „Die Freibäder waren für mich immer mehr als nur ein Freizeitangebot“, sagt der scheidende Bürgermeister. „Sie sind Orte des Sommers, des Sportes, der Erholung, des Urlaubs daheim und ein wichtiger Bestandteil der städtischen Lebensqualität.“

Ab dem Feiertag können die Nürnbergerinnen und Nürnberger all das wieder erleben, zunächst aber nur im Westbad. Denn das Freibad in der Wiesentalstraße 41 - mit etwas wärmeren Wassertemperaturen - macht traditionell den Anfang. Die anderen beiden städtischen Einrichtungen, das Stadionbad in Nürnberg-Dutzendteich und das Naturgartenbad in Erlenstegen, starten zwei Wochen später am 14. Mai.

Nürnberger Plakat-Aktion „Lebensretter gesucht“ hat wieder funktioniert

Die Vorbereitungen für die kommende Freibadsaison laufen planmäßig, teilen die Verantwortlichen mit und versprechen bewährte Wasserqualität und einen sicheren und erholsamen Badebetrieb. Denn die Entwicklung stimmt bei NürnbergBad - sagt der Noch-Bäder-Chef. „Ich bin stolz auf das, was wir in den vergangenen zwölf Jahren gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erreicht haben, und freue mich nun darauf, die schönen Anlagen künftig ganz entspannt vom Beckenrand aus zu erleben.“

Wichtig ist dabei das richtige Personal. Das zu finden ist in den vergangenen Jahren nicht immer leicht gewesen. Die Plakat-Aktion „Lebensretter gesucht“ aber hat in der Stadt wieder für viel Aufmerksamkeit gesorgt. „Wir hatten für unsere Saison- und Aushilfsstellen so viele Bewerbungen, wie schon lange nicht mehr“, sagt Matthias Bach. Alle Sommerstellen seien entsprechend besetzt, freut sich der kaufmännische Werkleiter.

Anders sei die Situation aber bei der Stammbelegschaft. „Insbesondere bei den notwendigen Fachkräften und Meistern haben wir eine Unterdeckung.“ Zunächst werden alle Bäder in Betrieb genommen, „sollte es durch Krankheiten oder sonstige Ausfälle zu weiteren Personalengpässen kommen, müssen wir mitunter auch kurzfristig unser Angebot flexibel anpassen“, sagt Bach.

Das Nürnberger Westbad feiert mit den Besuchern 60-jähriges Jubiläum

Neben dem regulären Badebetrieb sind auch in dieser Saison wieder zusätzliche Angebote geplant. Im Stadionbad wird es zum Beispiel eine Spendenschwimm-Aktion, ein Familienfest und ein Kinderprogramm in den Pfingstferien geben. Auch heuer sind die Wassertemperaturen tagesaktuell vor dem Freibadbesuch wieder auf www.nuernbergbad.de abrufbar und die Eintrittskarten können im Online-Shop gekauft werden, um Warteschlangen zu meiden.

Ein besonderes Highlight der Saison 2026 ist das 60-jährige Jubiläum des Westbads. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1966 ist es ein fester Bestandteil des Nürnberger Sommers und ein Treffpunkt für Generationen von Badegästen. Das wird insbesondere vom 15. bis 19. Juli 2026 gefeiert, wenn es spezielle Angebote gibt. Einen wichtigen Meilenstein für das Westbad markierte das Jahr 2011, als das Bad nach einer umfassenden Totalsanierung als rundum erneuertes Bad wieder in Betrieb ging. Seither ist es das Freibad mit den besten Zahlen – mit teilweise bis zu 10.000 Besucherinnen und Besuchern täglich an heißen Sommertagen.

Vorsorglich weist NürnbergBad darauf hin, dass der Konsum von Cannabis sowohl in den Hallenbädern als auch in den Freibädern gesetzlich untersagt ist. „Gemäß der aktuellen Rechtslage sind die städtischen Bäder allesamt als Sportstätten anzusehen, in denen nach dem geltenden Cannabisgesetz der Konsum verboten ist“, teilt die Stadt mit.

Das Westbad öffnet ab dem 1. Mai um 8 Uhr. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags je von 7 bis 20 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 8 bis 20 Uhr. Der Tageseintritt beträgt 5,60 Euro für einen Erwachsenen. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und die eigenen Kinder kostet nur 12,40 Euro.