Erlangen/Herzogenaurach - Ein Jahr nach dem großen Waldbrand wird der Ernstfall geprobt: Im Tennenloher Forst findet am Wochenende eine große Waldbrandübung statt. Auch in Erlangen sind viele Einsatzfahrzeuge unterwegs. Im Osten der Stadt drohen Verkehrsbehinderungen.
23.04.2026 15:59 Uhr

Ein Jahr nach dem Waldbrand im Tennenloher Forst bei Erlangen findet dort an diesem Wochenende eine großangelegte Übung statt. Wie das Landratsamt Erlangen-Höchstadt mitteilt, ist für Samstag, 25. April, von 9 bis 13 Uhr eine Waldbrandübung im Bereich der Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth geplant.

Auch im Erlanger Stadtgebiet wird die Übung bemerkbar sein. Nach Angaben des Landratsamtes wird ein Teil der Einsatzkräfte die Stadt passieren. Treffpunkt für Einsatzfahrzeuge ist unter anderem die Cauerstraße am Uni-Südgelände. Deshalb ist im Osten Erlangens mit zahlreichen Feuerwehr- und Einsatzfahrzeugen sowie mit kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Beteiligt ist auch das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz mit mehreren Fahrzeugen.

Hintergrund der Übung ist der Waldbrand im Tennenloher Forst im Frühjahr 2025. Ende April vergangenen Jahres war dort ein Feuer ausgebrochen, das die Einsatzkräfte über Wochen beschäftigte. Nach Angaben des Landratsamtes waren verschiedene Flächen betroffen, insgesamt rund 40.000 Quadratmeter.

Militärische Altlasten schränkten den Einsatz ein

Die Löscharbeiten wurden durch die besondere Beschaffenheit des Gebiets erschwert. Der Tennenloher Forst war früher militärisches Übungsgelände. Wegen möglicher Munition im Boden konnten Teile des Areals nur eingeschränkt betreten werden. Deshalb kamen bei der Brandbekämpfung unter anderem Helikopter sowie ein Löschroboter zum Einsatz.

Entdeckt worden war der Brand am Mittwoch, 30. April 2025. Zeitweise rief der Landrat Alexander Tritthart den Katastrophenfall aus. Betroffen war ein Gebiet, das unter anderem von Spaziergängern genutzt wird und in dem auch Wildpferde grasen.

Mit der nun geplanten Übung sollen Einsatzabläufe am Wochenende unter realitätsnahen Bedingungen erprobt werden, heißt es weiter. Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmer bedeutet das am Samstag vor allem mehr Einsatzverkehr im Osten der Stadt.