Nürnberg/Regensburg/Neumarkt - Die Sanierungsarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg laufen noch bis zum Juli 2026, bis dahin müssen die Reisenden in Ersatzbusse steigen. Die Fahrzeit auf der direkten Express-Linie konnte jetzt aber spürbar verringert werden.
22.04.2026 11:49 Uhr

Die umfassenden Sanierungsarbeiten an der Bahnstrecke Nürnberg - Regensburg laufen seit rund zweieinhalb Monaten. Voraussichtlich noch bis zum 10. Juli 2026 fahren deshalb Busse als Schienenersatzverkehr (SEV).

Wer auf die direkte Linie RE 50 zwischen der Frankenhochburg und dem Regierungssitz der Oberpfalz angewiesen ist, kann jetzt aber immerhin von verkürzten Reisezeiten profitieren.

Wie das Bahunternehmen Agilis mitteilt, konnte die Fahrzeit der Expressbusse mit je 40 Sitzplätzen jetzt um 15 Minuten auf eineinhalb Stunden verringert werden. Laut Agilis hätte sich in den ersten zwei Monaten gezeigt, dass die Busse der Linie RE 50 die Verbindung über die Autobahn fast durchwegs schneller bewältigen konnten, als ursprünglich veranschlagt.

Daher hätten die Verantwortlichen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Schienenpersonennahverkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, mit der Bahn-Infrastrukturtochter DB InfraGO und den Busunternehmen die Verkürzung der fahrplanmäßigen Fahrzeit abgestimmt.

Die neue Fahrzeit von 1 Stunde und 30 Minuten ist demnach bereits in den Auskunftsmedien hinterlegt. Insgesamt sei der Schienenersatzverkehr auf den verschiedenen Linien entlang der gesperrten Strecke äußerst zuverlässig unterwegs, wie Agilis mitteilt.

Knapp 96 Prozent der Busfahrten verkehren demnach pünktlich. Die Ausfallquote liegt bei 0,5 Prozent, das entspreche einer ausgefallenen Verbindung unter 200 Fahrten.

Generalsanierung Nürnberg - Regensburg: Mischung aus verschiedenen Ersatzlinien

Seit dem Start der Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg am 6. Februar 2026 steht den Reisenden eine Mischung aus Expressbuslinien, die nur an wenigen zentralen Stationen halten, und Buslinien, die auch die kleineren Orte bedienen, zur Verfügung.

Ein entsprechendes Konzept gibt es auch für die anstehende Korridorsanierung der Strecke Obertraubling - Passau, die ab dem 14. Juni 2026 mit der Sperrung ab Straubing beginnt. Ab dem 10. Juli ist die gesamte Strecke ab Obertraubling gesperrt. Gleichzeitig soll an diesem Tag der Bahnverkehr auf der sanierten Trasse zwischen Nürnberg und Regensburg wieder anrollen.