
Homosexuelle Paare und wiederverheiratete Geschiedene konnten bisher in der katholischen Kirche tun, was sie wollten, eine Segnung ihrer Beziehung war für sie kaum zu erhalten. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat das nun geändert: In seinem Erzbistum sollen Segensfeiern angeboten werden.
Reinhard Marx ist in der Leitung von Bistümern so erfahren wie sonst niemand
Die Proteste sind enorm, aber der erfahrene Geistliche, seit 30 Jahren in der Leitung von Bistümern, hat lediglich die Handreichung „Segen gibt der Liebe Kraft“ der Deutschen Bischofskonferenz in die kirchliche Praxis umgesetzt. Marx, enger Ratgeber des früheren Papstes Franziskus. war insofern nur konsequent und hat nach eigenem Bekunden nicht gegen die Richtlinien seiner Kirche verstoßen.
Marx betonte ausdrücklich, es handle sich „nicht um die Feier einer sakramentalen Ehe“. Nicht jeder Priester sei verpflichtet, diesen Akt zu vollziehen. Konservative Kleriker und Gläubige werden also damit nicht überfordert. Alle, die guten Willens sind, könnten diesen Weg gehen - einen Weg, der für die Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes segensreich ist.

1 Kommentar
M95L
...so kann man aus der katholischen Kirche, dem Glauben, Menschen überzeugen. Ein kleiner, jedoch wichtiger Schritt...
23.04.2026 09:18 Uhr