
Das städtische Hochbauamt hat mit den vorbereitenden Arbeiten für die Neubauten des Kinder- und Jugendnotdienstes sowie des Kinder- und Jugendhilfezentrums in der Reutersbrunnenstraße 34 begonnen. Zusätzlich werden das Bestandsgebäude generalsaniert und ein Teil des Gebäudes abgerissen. Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen in mehreren Abschnitten belaufen sich auf etwa 50,16 Millionen Euro.
Das Gebäude in der Reutersbrunnenstraße 34 wird seit dem Wiederaufbau im Jahr 1957 für mehrere Wohngruppen für Kinder und Jugendliche genutzt. Seiner baulichen Struktur nach entspricht es nicht mehr den heutigen Erfordernissen. Die Abteilungen Kinder- und Jugendhilfezentrum und Kinder- und Jugendnotdienst sind die Hauptnutzer des Gebäudes und Geländes mit ihren Angeboten an stationären Hilfen zur Erziehung in heilpädagogischen Wohngruppen und den stationären Inobhutnahmegruppen.
Baustart für Jugendhilfe-Neubau ab Juli geplant
Um den Kindern und Jugendlichen eine Wohnsituation nach zeitgemäßer Pädagogik und den gesetzlichen Vorgaben zu bieten, ist eine Neuplanung auf dem Gelände notwendig. Dabei werden zusätzliche Baukörper errichtet und das Bestandsgebäude generalsaniert. Das Projekt wurde wegen seiner Einfügung in den Bestand durch mehrere Baukörper unter Schonung des Grundstücks vom Baukunstbeirat gewürdigt, teilte der Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich mit.
Bei den nun anstehenden vorbereitenden Arbeiten handelt es sich um die Freimachung der Fläche für den ersten Bauabschnitt. Um mit dem Rohbau auf der Baustelle ab Juli beginnen zu können, müssen vorab Rodungen, Nivellierungen und Kampfmittelfreimachungen stattfinden. Die Referentin für Jugend, Familie und Soziales Elisabeth Ries betonte, dass nach langer Planung dieses Projekt der Jugendhilfeinfrastruktur in Nürnberg nun in die Umsetzung gebracht wird.
Fördermittel in Höhe von 3,19 Millionen Euro bis 2032 erwartet
Es werden Räume für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen geschaffen und in die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden investiert. Es ist ein Projekt der Jugendhilfeplanung und ein Bekenntnis des Stadtrats zu der sozialen Verantwortung. Der erste Bauabschnitt soll 2029 fertiggestellt werden und die Gesamtfertigstellung ist für 2032 geplant.
Der erste Bauabschnitt mit der Erstellung der Neubauten erfolgt im laufenden Betrieb des Bestandsgebäudes. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ziehen die Nutzer in die Neubauten und ein Teil in Interimslösungen. Im Anschluss werden im zweiten Bauabschnitt die Generalsanierung und der Teilabriss durchgeführt. Das Gebäude erfüllt Nachhaltigkeitsstandards. Es erhält das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude. In der Folge werden zusätzliche Fördermittel in Höhe von circa 3,19 Millionen Euro erwartet, nach Angaben der Stadt Nürnberg.
Keine Kommentare