
Ende 2025 gab es bayernweit nur noch 133.393 Sozialwohnungen. Dies teilte das Bauministerium in München mit. Der Bestand geht seit Jahren zurück. Zum Vergleich: Ende 2015 lag die Zahl der sogenannten belegungsgebundenen Mietwohnungen noch bei 146.815.
Nach Angaben des Ministeriums wurde der Rückgang des Bestands von Wohnungen, die nur an Personen mit einem gültigen Wohnberechtigungsschein vermietet werden dürfen, aber zuletzt deutlich gebremst. Zudem seien auslaufende Belegungsbindungen größtenteils durch neue Bindungen im Rahmen der Wohnraumförderung ersetzt worden. Statistisch zeigt sich dies in der Auflistung des Ministeriums insofern, als die Zahl der Wohnungen praktisch seit 2021 nur noch wenig variiert.
In Nürnberg hat sich 2024 die Zahl von wohnungssuchenden Haushalten auf 7.265 verringert. Im Jahr zuvor waren es noch 7.436. Trotz der leicht positiven Entwicklung bleibt die Zahl aber „weiterhin auf einem nahezu unverändert hohem Niveau und zeigt die nach wie vor angespannte Lage auf dem Nürnberger Wohnungsmarkt“, so heißt es im Wohnungsbericht 2024 vom Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat der Stadt Nürnberg.
Durchschnittliche Nettokaltmiete stieg in Nürnberg auf 9,65 Euro pro Quadratmeter
Erstmals erfasst das Ministerium in diesem Jahr in seiner Statistik zum sozialen Wohnungsbau auch die im Rahmen der Studierendenwohnraumförderung und des landeseigenen Modernisierungsprogramms geförderten respektive gebundenen Wohneinheiten. Demnach gab es Ende 2025 in Summe immerhin 175.340 sozial gebundene Mietwohnungen und Wohnplätze.
Da der Staat den Bau der Wohnungen fördert, hat er in der Folge für eine festgelegte Dauer ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Mieter. Dadurch sollen Personen mit geringem Einkommen vor teuren Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt geschützt werden.
Denn auch da ist die Entwicklung ernüchternd. In Nürnberg etwa lag die durchschnittliche Nettokaltmiete ohne Neben- und Heizkosten im Jahr 2024 bei 9,65 Euro pro Quadratmeter – 2022 waren es 9,18 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerung von 5,1 Prozent innerhalb von zwei Jahren.
Mit zahlreichen Maßnahmen der Wohnraumförderung trage der Freistaat dazu bei, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, heißt es in der Statistik zum sozialen Wohnungsbau weiter. „Das beste Mittel gegen Wohnungsmangel und steigende Mieten ist, mehr zu bauen. Deshalb investieren wir im Doppelhaushalt 2026/27 erneut Rekordmittel in Höhe von rund 3,6 Milliarden Euro“, sagte Bauminister Christian Bernreiter (CSU). Aber: „Geld allein baut noch keine Wohnungen. Deshalb arbeiten wir mit aller Kraft daran, das Bauen schneller, effizienter und günstiger zu machen.“
Um den hohen Bedarf an Sozialwohnungen, gerade in den bayerischen Ballungszentren, decken zu können, brauche es aber auch private Initiativen. „Der Freistaat allein kann nicht alle benötigten Wohnungen in Bayern schaffen oder fördern. Es ist dringend nötig, dass der private Wohnungsbau wieder anspringt“, sagte Bernreiter. Der Freistaat setze sich deswegen beim Bund für verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, Steuerentlastungen, Vereinfachung der KfW-Programme und Überprüfung der Standards ein.


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