
Es sind nur wenige Schritte vom Riu Plaza Hotel Downtown zum Chicago River, aber schon dieser erste Gang in die Stadt zeigt, was Chicago ausmacht: Platz, breite Wege, klare Sichtachsen und ruhige Zonen zwischen den Hochhäusern. Für eine Metropole mit 2,7 Millionen Einwohnern nicht selbstverständlich. Besonders, wenn man die Vergleiche kennt: Los Angeles mit seinen endlosen Fahrdistanzen. New York mit seiner Verdichtung aus Menschen, Verkehr und Lärm.
Chicago trägt in den Vereinigten Staaten den Spitznamen „Second City“, einer der große Namen hinter New York und eigentlich auch Los Angeles. Doch die Metropole am Michigansee kann deutlich mehr bieten als viele denken: Ein gut erschlossenes Zentrum, ein außergewöhnlich präsenter Wasserbezug, starke Kulturangebote und eine überraschend zugängliche Atmosphäre machen Chicago für Besucher attraktiv, gerade im Vergleich mit den anderen Metropolen.
Der erste Rundgang geht auf den River Walk: Jogger, Familien, Flaneure mit Coffee-to-go-Becher in der Hand. Und dazwischen: Touristen, die den Blick auf den Chicago River kaum lösen können. Das Wasser ist türkis, an manchen Tagen fast mediterran. Und irgendwie wirkt der Fluss, als würde er die unterschiedlichen Teile der Stadt verbinden und nicht voneinander trennen.
Was vielen Reisenden vielleicht genau deshalb sofort auffällt: Downtown lässt sich problemlos zu Fuß erkunden. Ein übersichtliches Straßenraster und zahlreiche Grünflächen prägen das Stadtbild. Und besonders der Chicago River spielt dabei eben eine große Rolle. Der River Walk bietet über mehrere Abschnitte Sitzmöglichkeiten, Cafés und freie Sicht auf die Architektur.
Wer dabei zentral wohnen möchte, ist im Riu Plaza Hotel Chicago gut aufgehoben. Das Hotel eröffnete erst 2024 und spiegelt die gewohnt hohe Qualität der Riu Plaza Hotels wider: moderne, großzügige Zimmer, ein reichhaltiges Frühstück und ein Restaurant, das auch kulinarisch überzeugt. Die stilvoll gestaltete Lobby mit ihrer toll bestückten Bar lädt zum Verweilen ein – bevor es weitergeht zur Rooftopbar mit beeindruckendem Blick über die Skyline Chicagos. Darüber hinaus verfolgt Riu eine konsequente Nachhaltigkeitsstrategie, die auch im Plaza Chicago zum Tragen kommt. Das Hotel ist vom Flughafen gut erreichbar und liegt gleichzeitig mitten im Geschehen: Der Michigan See, der Chicago River und der eben genannte River Walk sind schnell zu Fuß zu erreichen – ein perfekter Ausgangspunkt für alle, die die Stadt auf eigene Faust entdecken wollen.
Geburtsstadt der „Skyscraper“
Chicago ist seit Jahrzehnten eine der prägenden Architekturmetropolen der USA. Dies zeigt sich etwa beim Besuch des Skydeck im Willis Tower (ehemals Sears Tower), dem höchsten Gebäude der Stadt - oder bei einer Bootstour auf dem Fluss. Vom Schiff aus lassen sich Epochen, Baustile und Ideen hinter den Fassaden gut erkennen: vom Chicago School Design über Art Déco bis hin zu modernen Glasfronten.
Die Tour verdeutlicht aber auch, wie sich die Skyline seit dem 19. Jahrhundert entwickelt hat und welche Rolle der große Brand von 1871 spielte. Der zerstörte damals mehr als 17.000 Gebäude und leitete eine Phase des Wiederaufbaus ein. Die spätere Entstehung moderner Hochhäuser, der sogenannten „Skyscraper“, die Chicago weltweit bekannt gemacht haben, geht auf diese Zeit zurück.
Und auch die Chicago-Flagge ist im Stadtbild auffällig präsent. Ihre blauen Streifen stehen für den See und den Fluss, die drei weißen für die Hauptbereiche der Stadt. Die vier roten Sterne verweisen auf einschneidende Ereignisse in der Stadtgeschichte: darunter der große Brand sowie die Weltausstellungen von 1893 und 1933/34. Die Flagge hängt an Brücken, in Cafés, an Rucksäcken; sie gehört zum Selbstverständnis der Menschen hier.
Weder Nachzügler noch Ersatz
Zu einem guten Reiseprogramm in Chicago gehört neben dem Besuch in Downtown auch ein Abstecher in die anderen, zum Teil sehr unterschiedlichen Viertel der Stadt. Old Town mit seinen kleineren Häusern und der berühmten Comedy-Schmiede Second-City zeigt ein historisches, eher ruhiges Stadtbild. Im West Loop dominieren internationale und junge Restaurants sowie viele Bars. Wer sich mehr damit auseinandersetzen möchte, kann mit einer geführten Food-Tour tiefer in die kulinarischen Genüsse der Stadt einsteigen. Sie macht auch deutlich, wie stark die gastronomische Entwicklung Chicagos in den vergangenen Jahren vorangeschritten ist.
Nur wenige Tage in Chicago zeigen, dass die Stadt weder Nachzügler noch Ersatz für New York oder Los Angeles ist. Sie ist ein eigenes Modell von Urbanität: groß, aber übersichtlich; modern, aber nicht überladen und kulturell vielfältig.
Mehr Informationen
Tourismusverband choose chicago, www.choosechicago.com/
Anreise: Flüge gibt es beispielsweise ab München oder Frankfurt
Hotel: Das Riu Plaza Chicago liegt sehr zentral, gute Anbindung vom Flughafen und zu den Sehenswürdigkeiten in der Stadt
Reisedauer: Vier bis sieben Tage sind ein guter Zeitraum um Chicago zu erkunden
Beste Reisezeit: Ganzjährig
Redaktioneller Hinweis: Die Recherche für manche Artikel in dieser Ausgabe wurde von Reiseveranstaltern, Hotels, Fluglinien oder Tourismusverbänden unterstützt.





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