
Es war am Montagabend, 18. August, als ein 17-Jähriger mit seinem Pedelec auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Claffheim und Bernhardswinden im Landkreis Ansbach, nahe der Autobahn 6 und der Bundesstraße 13, radelte. Gegen 20.10 Uhr prallte er nach der Autobahnunterführung, kurz vor Bernhardswinden, mit seinem E-Bike nahezu ungebremst in einen am rechten Fahrbahnrand geparkten Tieflader-Anhänger, berichtet Rolf Kühnhold, Sprecher der Polizei Ansbach.
„Der 17-Jährige stieß mit seinem Kopf frontal gegen die hochgeklappte Auffahrrampe des Tiefladers“, berichtet Kühnhold. Einen Schutzhelm trug der junge Mann nicht. Per Rettungshubschrauber wurde er mit einem Schädel-Hirn-Trauma, Brüchen im Gesicht, einer Schlüsselbeinfraktur und einem Bruch des Unterarms in eine Nürnberger Klinik geflogen.
So leisteten drei Passanten vorbildlich Erste Hilfe
Doch der Schwerverletzte hatte laut Polizeisprecher Kühnhold Glück: Ein zufällig an der Unfallstelle vorbeikommender 53-Jähriger fand ihn und verständigte die Rettungskräfte. Und der Ersthelfer handelte weiter beispielhaft: Er bat ein Ehepaar um Unterstützung. „Die 58-jährige Frau leistete vorbildlich Erste Hilfe bei dem schwerverletzten 17-Jährigen“, erklärt Kühnhold.
Lob gab es von den Polizei-Verantwortlichen im Rückblick auch für den Einsatz der drei Ersthelfer im Alter zwischen 53 und 60 Jahren beim Eintreffen des Rettungshubschraubers: Der 53- und der 60-Jährige verständigten die Eltern des Schwerverletzten und kümmerten sich anschließend auch um dessen aufgeregte Mutter, berichtet Kühnhold. „Ferner hielt der 60-Jährige Schaulustige zurück, als der Rettungshubschrauber eintraf.“
Polizeisprecher Rolf Kühnhold: „Die Polizei möchte den drei Ersthelfern für ihr vorbildliches Verhalten ausdrücklich danken, nicht zuletzt ist aus den Medien bekannt, dass derartiges Verhalten heutzutage eher die Ausnahme als die Regel darstellt.“
Doch wie konnte es zu diesem Unfal kommen? Eine wichtige Rolle bei der Ursache dürfte gespielt haben, dass der 17-Jährige während der Fahrt auf seinem E-Bike mit seinem Smartphone herumspielte, erklärt der Polizeisprecher. Das Fahrrad wurde übrigens stark beschädigt, der Sachschaden wird auf 500 Euro geschätzt. Das Smartphone des 17-Jährigen wurde in der hochgeklappten Auffahrrampe des Tiefladers steckend gefunden. Am Tieflader selbst entstand kein Sachschaden.