
Es gibt so gut wie alles: Kunst und Krempel, Kleidung und Spielzeug, Bücher oder auch mal ein E-Piano. Einmal jährlich bauen zahlreiche Hobby-Händler ihre Stände in der Schwabacher Altstadt auf und bieten dort Schnäppchen aus ihren Kellern und Dachböden feil. Mehr als 20.000 Besucherinnen und Besucher kommen dann zum Stöbern und Feilschen.
Am Sonntag, 18. Oktober 2026, findet „Schwabach trempelt“ zum 28. Mal in der Goldschlägerstadt statt, organisiert von der Stadt- und Werbegemeinschaft Schwabach und unterstützt unter anderem vom THW. Einfahrt für die fleißigen Fieranten ist ab 11 Uhr (Ludwigstraße erst 11.30 Uhr), maximal zwei Stunden haben sie dann Zeit, um ihre Stände aufzubauen und ihre Autos wegzufahren. Von 13 bis 18 Uhr wird dann munter getrempelt.
Verkaufsoffener Sonntag zu Schwabach trempelt
Zeitgleich findet in Schwabach einer der vier verkaufsoffenen Sonntage des Jahres statt. Viele Geschäfte nutzen den beliebten Trempelmarkt traditionell, um ihre Lagerbestände abzuverkaufen. Die Restaurants und Cafés rund um den Marktplatz sorgen für ein breites gastronomisches Angebot.
Der Flohmarkt in der Innenstadt ist in den letzten Jahren stetig gewachsen: Mehr als 400 Standplätze gibt es 2026. Der Online-Ticketverkauf startete am Sonntag, 13. September, aufgrund technischer Probleme eine Woche später als ursprünglich angedacht. Wie jedes Jahr waren die Plätze innerhalb weniger Stunden quasi ausverkauft, auch wenn es in diesem Jahr in den Sozialen Medien vereinzelt Kritik an den gestiegenen Standgebühren gab (siehe eigenen Bericht).
Getrempelt wird in mehreren Arealen: Bereich 1 umfasst die Zöllnertorstraße und den Spitalberg, Bereich 2 Königsplatz und Königstraße, Bereich 3 den Martin-Luther-Platz, Bereich 4 die Ludwigstraße und Rosenbergerstraße, Bereich 5 Kappadocia und Friedrichstraße, und Bereich 6 die Bachgasse.
Auswirkungen hat der Trempelmarkt auch für die Anwohnerinnen und Anwohner. Denn bereits ab 8 Uhr morgens wird die Altstadt fast komplett für den motorisierten Verkehr gesperrt, um Aufbau und Markierung der Plätze zu ermöglichen. Wer sein Auto am 18. Oktober braucht, muss es daher schon am Vorabend an einen anderen Stellplatz fahren. In der Südlichen Mauerstraße wird die Einbahnstraßenregelung zwischen 8 und 18 Uhr aufgehoben, sodass die Bewohner über die Rathausgasse ein- und ausfahren können.
Shuttlebusse von den Parkplätzen zum Trempelmarkt
Auch Besucher sollten ihre Anreise rechtzeitig planen - denn die gesamte Innenstadt ist für Autos, Motorräder und Fahrräder gesperrt. Der zentrale Fahrradparkplatz ist an der Städtischen Wirtschaftsschule (Südliche Ringstraße 9a) eingerichtet. Zudem stehen verteilt im Stadtgebiet Parkplätze zur Verfügung. Viele davon sind nicht in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt, daher gibt es Bus-Shuttles. Im 8-bis-10-Minuten-Takt fahren diese von den Haltepunkten „Der Beck“ (Bahnhofstraße 35), BayWa-Parkplatz (Angerstraße 2), Edeka-Parkplatz (Am Steinernen Brücklein) und Gewerbepark Schwabach West zur Shuttle-Zentrale am Schillerplatz.
Organisator Bruno Fetzer hofft wieder, dass so viele Besucherinnen und Besucher wie in den Vorjahren kommen, um nach kuriosen, seltenen und nützlichen Funden zu stöbern. Die Qualität des Angebots zeichne die Veranstaltung aus, betont der Vorsitzende der Stadt- und Werbegemeinschaft immer wieder: „Bei Schwabach trempelt bieten Schwabacher Waren an, die es nur einmal im Jahr zu kaufen gibt.“
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