Schwabach/Landkreis Roth/Gunzenhausen - Die Badesaison 2026 im Fränkischen Seenland neigt sich dem Ende zu. Nur vereinzelt steigen bei mildem Wetter noch Besucher ins frischer werdende Nass. Das sind die Wassertemperaturen am Rothsee und Brombachsee im September - und die Badeverbote.
17.09.2026 11:13 Uhr

Für viele „Wasserratten“ und „Sonnenanbeter“ aus der gesamten Region, also aus Nürnberg und Schwabach, den Landkreisen Roth und Weißenburg-Gunzenhausen, ist das Fränkische Seenland jeden Sommer ein beliebtes Ausflugsziel: zum Entspannen, Erholen, Spaß haben, zum Picknicken, für Wassersport und natürlich fürs Baden.

Meist trauen sich ab Mai die ersten Wasserratten ins erfrischende Nass. Ab dann misst auch jede Woche der Zweckverband die Wassertemperatur an den Seen. Nach Ende der Sommerferien, Mitte September, werden die Strände im Seenland rasch leerer und die Temperaturen herbstlicher. Hier kommt ein Überblick, wie warm das Wasser von Rothsee, Brombachsee und Altmühlsee noch ist.

Info zum Baden: Die aktuelle Wassertemperatur im Fränkischen Seenland

Am Mittwoch, 16. September 2026, meldete der Tourismusverband Fränkisches Seenland wieder die aktuellen Wassertemperaturen, die allmählich nur noch hartgesottene Schwimmer zum Baden einladen.

Altmühlsee: 19 Grad

Brombachsee: 20 Grad

Rothsee: 20 Grad

Blaualgen im Altmühlsee und Kleinen Brombachsee - Die Wasserqualität im Fränkischen Seenland

Neben der Wassertemperatur spielt im Seenland auch die Wasserqualität eine Rolle. Immer wieder haben vor allem der flache Altmühlsee und der Kleine Brombachsee mit Blaualgen zu kämpfen. So auch heuer: Das Gesundheitsamt am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hat im August für den Altmühl- und den Kleinen Brombachsee Badeverbote und Badewarnungen erlassen. Der Grund: die hohe Konzentration von Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt.

Der Kontakt mit den Cyanobakterien kann bei Schwimmern Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Atemnot und Hautreizungen verursachen. Zudem wird durch die schlechte Sichtbarkeit auch die Rettung Ertrinkender erschwert. Auch für Hunde - für die es an der Badehalbinsel Absberg einen eigenen Strand gibt - sind Cyanobakterien hoch giftig. Im schlimmsten Fall kann eine Blaualgenvergiftung zu schwersten Leberschäden führen. Daher sollte man auch sie bei Badeverboten keinesfalls ins Wasser lassen.

Die Blaualgen-Problematik in Teilen des Fränkischen Seenlands ist längst nicht mehr ungewöhnlich: Mehrfach wurden in den vergangenen Jahren für einzelne Seezentren bereits Badeverbote ausgesprochen. Teils wochenlang waren Schwimmen und Wassersport dort schon nicht möglich - zum Leid der Betriebe am See. Typischerweise breiten sich im Laufe des Sommers, mit steigenden Wassertemperaturen, die Blaualgen aus.

Auf der Webseite des Landratsamts Roth wird die Wasserqualität angezeigt. Dort ist zu sehen, ob das Baden an den Seezentren am Rothsee in Birkach, Grashof und Heuberg, in Enderndorf am Großen Brombachsee sowie am Igelsbachsee möglich ist. Auch alle anderen „Ampeln“ für die heimischen Badegewässer - wie etwa Wallesauer Weiher, Petersgmünder Badeweiher, Jägersee und Abenberger Badeweiher - sind dort zu sehen. Aktuell (Stand 17. September) stehen alle „Ampeln“ auf Grün - es kann also unbedenklich weiter gebadet werden. Von Oktober bis April findet keine regelmäßige Beprobung statt.

Badewarnungen für die Strände im Fränkischen Seenland

Auf der Webseite des Landratsamts Weißenburg-Gunzenhausen greift dieselbe Logik. Für alle Badestrände am Brombachsee - Allmannsdorf, Pleinfeld, Ramsberg, Langlau, Seespitz und die Badehalbinsel Absberg - ebenso wie für die Seezentren Muhr am See, Schlungenhof und Wald am Altmühlsee ist die Wasserqualität auf einen Blick an der Farbe erkennbar.

Hier hat sich die Situation für Badegäste klar verschlechtert. In Schlungenhof wurde zu Beginn der Saison eine dreieckige, 1,7 Hektar große Wasserfläche mit einer Tauchwand „eingezäunt“, um die Blaualgen „auszusperren“. Offenbar reicht das aber nicht aus. Dort wird (Stand 17. September) vom Baden abgeraten, zuvor herrschte im Hochsommer zeitweise sogar Badeverbot. Eine Badewarnung gilt auch für das Seezentrum Wald am Altmühlsee, in Muhr am See gilt weiterhin das verhängte Badeverbot.

Weiterhin komplett auf Rot steht die Ampel für den Kleinen Brombachsee. An den Stränden Seemeisterstelle, an der Badehalbinsel Absberg samt Wakepark und in Langlau ist Schwimmen und Planschen weiterhin untersagt. Hier müssen Badegäste und Anbieter auf die Saison 2027 warten. An den Seezentren des Großen Brombachsees ist Baden im September dagegen ohne Probleme möglich.

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen informiert auf seiner Homepage zudem, dass in diesem Sommer immer wieder Fälle von Hautausschlägen nach dem Baden gemeldet werden. Wahrscheinlichste Ursache seien Zerkarien (Larven bestimmter Saugwürmer), die beim Baden kurzzeitig in die Haut eindringen. Dies kann zu juckenden roten Flecken oder kleinen Quaddeln führen. Die Beschwerden sind unangenehm, aber in der Regel harmlos, so das Gesundheitsamt. Es rät dazu, nach dem Baden zu duschen und sich gründlich abzutrocknen, längere Aufenthalte im flachen Uferbereich zu vermeiden und die Badekleidung nach dem Schwimmen zu wechseln.

[Dieser Artikel wird während der Badesaison wöchentlich aktualisiert, 2026 letztmals am 17. September.]